#FARBENBEKENNEN

Beslan Kabartai / Freudy UG

Syrischer Käse, made in Brandenburg / Syrian cheese, made in Brandenburg

„Wenn ich sehe, wie die Deutschen lächeln, nachdem sie meinen Käse probiert haben und wie die Araber sich an ihre Heimat erinnern, wenn sie ihn testen – dann weiß ich, dass ‚Freudy’ der richtige Name für meine Produktlinie ist“, sagt Beslan Kabartai.

2018 gründet Beslan die „Freudy UG“ in Berlin und erfüllt sich damit einen Traum: Nach traditioneller Rezeptur und Herstellungsverfahren produziert er hochwertigen Halloumi, tscherkessichen Käse und Hartkäse sowie syrischen Joghurt und Quark „Made in Brandenburg“ und vertreibt ihn in ganz Deutschland und Europa. „Dieser ist nicht nur völlig frisch, sondern auch natürlich und frei von chemischen Konservierungsstoffen.“ Sein Handwerk hat Beslan bereits in Damaskus erlernt. Neben dem Studium gründet er eine kleine Käserei. Doch dann kommt der Krieg. Beslan muss Syrien verlassen – und landet schließlich in Berlin.

Schnell lernt er Deutsch, meistert bürokratische Hürden, erweitert auf Messen und in verschiedenen Meiereien sein Fachwissen und findet bald Anschluss: „Viele deutsche Freunde haben mir bei der Integration und Ansiedlung in Deutschland geholfen, nachdem ich ihn Syrien alles verloren hatte. Deshalb habe ich darüber nachgedacht, der deutschen Gemeinschaft etwas zurückzugeben“, erinnert er sich.

In dem Brandenburger Milchproduzenten Benjamin Meise hat Beslan einen lokalen Partner gefunden: Beslan Kabartai liefert die Expertise, Benjamin Meise die Milch. Der Landwirt stellt außerdem die Anlagen auf seinem Hof in Buchholz bei Fürstenwalde für die Produktion zur Verfügung. Für Beslan besonders wichtig: Die beiden teilen ein unternehmerisches Selbstverständnis, das sich sozialen Ansprüchen verpflichtet.

„Bei Freudy geht es nicht nur darum, leckere und gesunde Milchprodukte zu genießen, sondern auch darum, die Menschen durch köstliche Milchprodukte näher zusammenzubringen und Arbeitsplätze für Geflüchtete und Arbeitssuchende zu schaffen. Manchmal brauchen die Menschen nur eine Chance, um ihr Bestes zu geben“, weiß Beslan aus eigener Erfahrung zu berichten und ergänzt: „Integration passiert von beiden Seiten. Wenn ich das Beste meiner Kultur anbiete und die anderen Leute hier akzeptiere, ist das für mich Integration.“

„When I see Germans and Arabs reminiscing about their homeland when they taste my cheese , I know that Freudy is the right name for my product line,“ says Beslan Kabartai. “Freudy” is a play on Freude, the German word for “joy.”

In 2018, Beslan founded Freudy UG in Berlin and therewith actualized a dream of his.  Using traditional recipes and manufacturing processes, he produces high-quality halloumi, Circassian cheese, and hard cheese as well as Syrian yoghurt and quark in neighbouring Brandenburg and sells it throughout Germany and Europe. „Freudy stands for fresh and natural diaryproducts that are free of chemical preservatives.” Beslan learned his trade back in Damascus. While at university, he openeda small cheesemaking shop. When war broke out, Beslan had to leave Syria and ended up in Berlin.

It was important to him to get a good understanding of the German language right away. On top of that hemastered bureaucratic hurdles, expanded his expertise at trade fairs and at various dairies, and soon found his path: „Many German friends have helped me to integrate and settle in Germany after I lost everything in Syria. That’s why I thought about giving something back to the German community,“ he recalls.

Beslan has found a local partner in Benjamin Meise, a milk producer in Brandenburg. Beslan Kabartai provides the expertise, while Benjamin Meise provides the milk and access to his production facilities in Buchholz near Fürstenwalde.  With Benjamin Meise, Beslan chose a production partner who is equally committed to social entrepreneurship as he is.  is that the two share an entrepreneurial understanding committed to social concerns.

„Freudy is not just about enjoying delicious and healthy dairy products, but also bringing people closer together and creating jobs for refugees and job seekers. Sometimes people just need a chance to do their best,“ says Beslan, speaking from experience, and adding: „Integration happens on both sides. If I offer the best of my culture and accept the other people here, that’s integration for me.“