Zu oft dominieren negative Schlagzeilen die Debatten um Flucht und Migration. Ignoriert wird, dass sich inzwischen sehr viele Geflüchtete für unser Land stark machen, sich für den Zusammenhalt engagieren und mit dazu beitragen, dass Berlin bleibt, was es ist: nämlich eine weltoffene, tolerante und innovative Stadt im Herzen Europas. Mit dem #FARBENBEKENNEN-Award wollen wir wegkommen von dem Opferstatus von Geflüchteten. Wir wollen ihr Engagement sichtbarer machen und damit einen Beitrag zur Überwindung gesellschaftlicher Gräben leisten. Wir wollen zeigen, dass Geflüchtete unsere Partner sind auf dem Weg zu einem neuen Wir in unserer Stadt!

Sawsan Chebli

Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales

#FARBENBEKENNEN

AWARD 2018

Zum ersten Mal wird 2018 der #FARBENBEKENNEN-Award von der Senatskanzlei vergeben – unterstützt wird sie hierbei von Berlin Partner und der Hauptstadtkampagne be Berlin. Ausgezeichnet werden Initiativen, die Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten schaffen und somit helfen, Spaltung und Hass zu überwinden, Vorurteile abzubauen und zum friedlichen Miteinander in der Stadt beizutragen. Bewerben können sich Geflüchtete als Einzelperson oder mit ihren Initiativen, Organisationen oder Unternehmen, in denen sie sich engagieren. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Bewerbungen sind bis zum 26. September 2018 hier möglich.

Eine mehrköpfige Jury aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft wählt unter allen Einsendungen die Top 5 aus. Vom 1. bis 27. November 2018 stimmen die Bürgerinnen und Bürger online über die drei Preisträgerinnen und Preisträger ab. Die Verleihung des #FARBENBEKENNEN-Awards findet am 2. Dezember 2018 im Berliner Rathaus statt.


The Berlin Senate Chancellery will be the first in 2018 to award the #FARBENBEKENNEN Award for the special engagement of refugees. The award is endowed with a total of 6,000 euros. The theme of this year’s award is „Encounters“. It recognises initiatives that create encounters between people from different lifestyles and thus help to overcome divisions and hatred, reduce prejudices and contribute to peaceful coexistence in the city. Refugees can apply as individuals or with their initiatives, organisations or companies in which they are involved. Applications will be accepted here until September 26th, 2018.

A multi-member jury consisting of civic society, politics, culture and business will select five outstanding projects from all submissions. The citizens determine the winner via an online vote. The first prize is endowed with 3,000 euros, for the second and third place 2,000 or 1,000 euros awaits. The award of the # FARBENBEKENNEN Award will take place in the Berlin City Hall on December 2nd, 2018.

WER KANN MITMACHEN / WHO CAN PARTICIPATE

Mitmachen können Geflüchtete als Einzelperson oder mit ihren Initiativen, Organisationen oder Unternehmen, in denen sie sich engagieren. Ausgezeichnet werden Initiativen, die in Berlin Begegnung schaffen und somit Hass abbauen und Vorurteile überwinden.

Refugees, as well as the initiatives, organizations, and companies in which they are involved can participate. The award recognizes initiatives that create encounters in Berlin, thus reducing hate and overcoming prejudices.

MITMACHEN LOHNT SICH / JOINING IN IS WORTH IT!

Der Gewinnerin bzw. dem Gewinner winkt ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Der zweite und dritte Platz sind mit 2.000 bzw. 1.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Partner für Berlin Holding bereitgestellt. Es soll den Erstplatzierten helfen, ihr gesellschaftliches Engagement weiter voranzutreiben.

Die von der Jury ausgewählten Einsendungen werden auf www.farbenbekennen.de sowie im Rahmen der Kommunikation zum #FARBENBEKENNEN-Award näher vorgestellt.

The winner will win 3,000 euros in prize money. The second and third place are endowed with 2,000 and 1,000 euros respectively. The prize money is provided by Berlin Holding partner. They are intended to help the first-place winner to continue their social involvement.

The top 5 selected by the jury will be introduced in greater detail on www.farbenbekennen.de as well as part of the communications for the #FARBENBEKENNEN Award.

TEILNEHMEN – SO FUNKTIONIERT ES / PARTICIPATING – HOW IT WORKS

Deine Initiative ermöglicht neue Begegnungen in Berlin? Dann bekenne Farben und bewirb dich!
Das Prozedere ist unkompliziert:
Unter folgendem Link findest du unseren Anmeldebogen:

Bewirb dich jetzt.

Fülle die Bewerbungsunterlagen aus und schicke sie bis zum 26. September 2018 an info@farbenbekennen.de – gerne könnt ihr auch Bildmaterial in hoher Auflösung (300 dpi) mit anhängen.

Teilnahmebedingungen

Does your initiative enable new encounters in Berlin? Then show your colors and apply!
The procedure is simple:
You can find out application form at the following link:

Apply now.

Fill out the application documents and send them to info@farbenbekennen.de by September 26, 2018 – you are also welcome to attach high-resolution images (300 dpi).

Conditions of participation

JURY

Eine 9-köpfige Jury aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, wählt unter allen Einsendungen aus.

A multi-member jury from civil society, politics, and business will select the top 5 from all the submissions.

Sawsan Chebli

Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales / Plenipotentiary of the State of Berlin with the Federal Government and State Secretary for Citizenship and International Affairs
– © Sharon Back

Dr. Stefan Franzke

Geschäftsführer Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH / CEO Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Katja Riemann

Schauspielerin / Actress – © Mirjam Knickriem

Benno Fürmann

Schauspieler / Actor – © Thomas Rusch

Rand Rajab

#FARBENBEKENNEN Protagonistin / #FARBENBEKENNEN Protagonist

Paul Keuter

Mitglied der Geschäftsleitung von Hertha BSC / Member of Hertha BSC Management

Dieter Puhl

Leiter der Bahnhofsmission am Zoologischen Garten / Head of the train station mission at the Zoological Garden

Paul Spies

Vorstand und Direktor, Stadtmuseum Berlin und Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum / Chair and Director, Stadtmuseum Berlin and Chief Curator of the State of Berlin in the Humboldt Forum

Dr. Rasha Alkhadra

#FARBENBEKENNEN Protagonistin / #FARBENBEKENNEN Protagonist

Der #FARBENBEKENNEN-Award wird von BILD medial begleitet.

The #FARBENBEKENNEN Award will feature media coverage by BILD.


TYPISCH DEUTSCH:

WIE GEFLÜCHTETE FÜR IHRE
NEUE HEIMAT #FARBENBEKENNEN.

#FARBENBEKENNEN – das ist der Wunsch vieler Menschen, die ihre Heimat wegen Krieg, Terror und Vertreibung verlassen mussten und in Berlin eine neue Zukunft fanden. Sie möchten #FARBENBEKENNEN für das Land, das ihnen Zuflucht gab, für die Stadt Berlin, die ihr Zuhause wurde und für die deutsche Gesellschaft, als deren Mitglieder sie sich heute empfinden. Der Großteil jener Menschen, die als Geflüchtete hier ankamen, will heute aktiv zu dieser Gesellschaft beitragen und sich einbringen. Einige lernen Sie hier mit ihrer Geschichte und ihrem Engagement kennen.

SAWSAN CHEBLI, STAATSSEKRETÄRIN
FÜR BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT & INTERNATIONALES UND INITIATORIN DER KAMPAGNE


DIE KAMPAGNE ZEIGT, WIE VIEL
GEFLÜCHTETE UNS UND UNSEREM
LAND ZURÜCKGEBEN.

0

Geflüchtete in Berlin seit 2015

0

geflüchtete Kinder in 855 Willkommensklassen

0

engagieren sich für Integration deutschlandweit

#FARBENBEKENNEN

DIE KAMPAGNE

 Die Kampagne #FARBENBEKENNEN entstand in Kooperation mit Berlin Partner, be Berlin und der Senatskanzlei Berlin. Die Initiative möchte zur besseren Verständigung zwischen allen Menschen in Berlin beitragen. Die Geflüchteten bekennen sich in der Kampagne zu Deutschland, indem sie sagen, was sie an unserem Land schätzen, was für sie „typisch deutsch“ ist.  Sie erzählen von ihrem besonderen Engagement für die Gesellschaft, zu der sie sich aktiv bekennen.  „Ziel der Kampagne war es“, so Staatssekretärin Sawsan Chebli, „einen Perspektivwechsel herbeizuführen und zu zeigen, dass Geflüchtete eine echte Bereicherung für uns sind.“ Die Kampagne wird von Filmen auf BILD.de und einem Weihnachtsevent begleitet, das alle Berliner auffordert, Farben zu bekennen: zu den Menschen, die zu uns gekommen sind und zum Schutz unserer freien, offenen Gesellschaft.

Der Freiheitsgedanke ist ein wesentliches Anliegen von Berlin Partner. Unter dem Motto #FreiheitBerlin stellt die aktuelle Berlinkampagne das Freiheitsdenken der Berliner in den Mittelpunkt.

PRESSESTIMMEN

Flüchtlinge erklären…, Focus 16.11.2017

Plakataktion für Flüchtlinge, FAZ 15.11.2017

Geflüchtete mitten in der Gesellschaft, Der Tagesspiegel 15.11.2017

Flüchtlinge erzählen…, B.Z. 14.11.17

„Wer kein Deutsch spricht, kann sich nicht integrieren“, BILD 14.11.2017

Was ist typisch deutsch?, Berliner Morgenpost 13.11.2017

Plakataktion porträtiert engagierte Flüchtlinge, Berliner Zeitung 12.11.2017

„Farben bekennten“ für mehr Verständigung, rbb aktuell 02.12.2017 (Video)

„Farbe bekennen“, Sat.1 Frühstücksfernsehen 01.12.17 (Video)

#FARBENBEKENNEN

DIE PROTAGONISTEN

„Ich liebe die Demokratie und kämpfe hart für die Freiheit“, sagt Fatuma Musa Afrah (27), die in Somalia geboren ist und 2014 aus Kenia nach Deutschland gekommen ist. Fragt man sie, was sie an den Deutschen besonders schätzt, sagt sie: „Ich kenne kaum ein Volk, das so willens ist, aus der eigenen Geschichte zu lernen.“ Hier habe sie die Chance auf einen Neubeginn erhalten. „Ich möchte nichts geschenkt haben, ich will beitragen“, beschreibt Fatuma ihre Motivation, sich in zahlreichen Projekten in Berlin und Brandenburg zu engagieren. So berät die Menschenrechtsaktivistin Politiker, gibt Workshops und hält Vorträge über Frauenrechte, Integration und Entwicklungsländer. Außerdem baut sie ein Netzwerk auf, das Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integriert.

Fatuma im Interview

„In Syrien kannte ich keine Zukunft. Hier bin ich frei. Wir werden hier wie Menschen behandelt“, beschreibt die 17jährige Rand ihr Lebensgefühl, seitdem sie 2015 mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern nach Berlin kam. „Ich will zeigen, dass wir nicht nur hergekommen sind, um zu nehmen. Deutschland hat mir die Chance gegeben, in Frieden zu leben. Ich wünsche mir, dass wir Gelegenheit bekommen, unsere Fähigkeiten einzubringen“, sagt Rand, die Abitur machen und studieren will. In ihrer Freizeit singt sie im Berliner Hoffnungschor. Der arabisch-deutsche Chor verbindet  Kulturen über Musik – erst jüngst  beim Festival „Popdeurope“ eindrucksvoll mit der „Ode an die Freude“ in deutscher und  arabischer Sprache.

Rand im Interview

„In Freiheit leben, seine Meinung ohne Angst äußern, – das kannte ich in Syrien nicht. Hier kenne ich diese Angst nicht. Hier kann ich sein, wer ich bin.“, erzählt Firas (26), der Syrien 2013 verließ, nachdem er dort monatelang im Gefängnis saß. Der Autor, Videoblogger und Filmemacher bringt Deutsche und Geflüchtete zusammen. „Integration heißt Begegnung. Ich versuche, Deutschen unsere Geschichten zu erzählen und Geflüchteten die deutsche Gesellschaft zu erklären.“ Der „Brückenbauer“ will, dass wir mehr miteinander reden, nicht nur übereinander. „Heimat ist für mich nicht mein Geburtsort, sondern dort, wo ich mich gefunden habe, wo ich mich wohlfühle und als Teil einer Gesellschaft empfinde. So geht es mir hier. In Berlin.“

Firas im Interview

Über einen Monat war Sinan (27) zu Fuß unterwegs, als er 2015 aus dem Irak nach Berlin kam. „Meine Meinung durfte ich im Irak nicht offen kundtun“, erinnert sich der Journalist und Künstler. „Hier gibt es diese Freiheit. Hier herrscht  Demokratie – und kein Krieg.“ Als Kulturbegleiter weckt er heute  das kulturelle Interesse anderer Geflüchteter. Als Reporter für das deutsch-arabische Online- und TV-Format „R.Future-TV“ fördert er das offene Gespräch. „Damit wir – Deutsche und Geflüchtete – Zukunft gemeinsam gestalten können.“. Einer seiner Beiträge: „Ich habe mit R.Future-TV Filme gemacht, die sich um Themen wie Respekt, Werte, Religion und Gleichberechtigung drehen und Flüchtlingen helfen sollen, die Regeln hier zu verstehen.“

Sinan im Interview

„Wenn Syrien mein Mutterland ist, dann ist Deutschland mein Vaterland“, sagt Mohammed (25) aus Damaskus, der 2014 über das  Mittelmeer, Italien und Österreich  nach Deutschland flüchtete. Vor seiner Flucht studierte Mohammed  in Kairo Medizin. „Ich will versuchen, deutsche Probleme zu lösen“, beschloss er, als er nach seiner Ankunft in Berlin von der Blutknappheit in deutschen Krankenhäusern erfuhr. Heute animiert er ehrenamtlich Geflüchtete zu Blutspenden. 2018 will er mit seiner Organisation „Bluten für Deutschland“  bundesweit 10.000 Blutspenden sammeln. „Die Solidarität dieser Gesellschaft hat mich fasziniert“, erzählt Mohammed. „Gerade wir jungen Menschen müssen etwas für die deutsche Gesellschaft tun, die so viel für uns getan hat.“

Mohammed im Interview

„Wenn ich Leuten von Deutschland erzähle, spreche ich von Freiheit und Frieden, von Gründlichkeit und  Ordnung. Davon, dass es hier Gesetze gibt, an die sich die  Menschen halten“, erzählt Hadi  Albari (23), der 2015 aus Palästina  kam, auf der Suche nach einem  Leben in Freiheit. „Deutsche und Geflüchtete müssen zusammenhalten“, wünscht sich Hadi – und  lässt seinen Worten Teamgeist  folgen. Seit einiger Zeit engagiert er sich in seiner Freizeit als ehrenamtlicher Basketballtrainer für  Berliner Kids und Jugendliche und spielt auch selbst aktiv im Team „One World Basketball“ – eine  Mannschaft aus Deutschen und  Geflüchteten. Außerdem steht Hadi kurz vorm Abschluss seiner  Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Hadi im Interview

„Seit 40 Jahren herrscht Krieg in meiner Heimat. Ich habe gehört, dass Deutschland lernwillige, junge Menschen braucht, die arbeiten wollen“, erzählt Abdul Satar (21), der Afghanistan 2014 verließ, um endlich in Freiheit und Sicherheit leben zu können. Fragt man ihn, was er sich heute von Geflüchteten und Deutschen wünscht, antwortet er: „Wir müssen aufeinander zugehen, miteinander reden, tolerant sein, im Team arbeiten, um etwas zu erreichen.“ Den ersten Schritt macht er, indem er andere Angekommene bei Behördengängen und Übersetzungen unterstützt und Freunde zu Sprachkursen motiviert. Mohammadi hat nach seinem Praktikum eine Ausbildung zum Elektrotechniker bei der Deutschen Bahn begonnen.

Abdul im Interview

„Wer hier kein Deutsch spricht, kann sich nicht integrieren. Das spaltet die Gesellschaft“, weiß Rasha  Alkhadra (41), die 2015 mit ihren  drei Töchtern im Alter von 14, 12 und 9 Jahren nach Berlin kam.  Deswegen engagiert sich die Zahnärztin, die in Syrien eine eigene Praxis betrieb, hier für eine gemeinsame Sprache von Deutschen und Geflüchteten. In ihrem Youtube- Kanal erzählt sie Geschichten erfolgreicher Integration und erklärt Geflüchteten den hiesigen Alltag. Außerdem leitet sie Integrations-workshops und ist an dem deutsch- arabischen Podcast Syrmania vom Deutschlandfunk beteiligt. „Ich hoffe sehr, dass Deutschland für mich und meine Kinder Heimat werden kann. Dieses Gefühl der Zugehörigkeit ist enorm wichtig für ein ausgeglichenes Leben“, sagt Rasha.”

Rasha im Interview

#FARBENBEKENNEN

PROMINENTE STIMMEN