TYPISCH DEUTSCH:

WIE GEFLÜCHTETE FÜR IHRE
NEUE HEIMAT #FARBENBEKENNEN.

#FARBENBEKENNEN – das ist der Wunsch vieler Menschen, die ihre Heimat wegen Krieg, Terror und Vertreibung verlassen mussten und in Berlin eine neue Zukunft fanden. Sie möchten #FARBENBEKENNEN für das Land, das ihnen Zuflucht gab, für die Stadt Berlin, die ihr Zuhause wurde und für die deutsche Gesellschaft, als deren Mitglieder sie sich heute empfinden. Der Großteil jener Menschen, die als Geflüchtete hier ankamen, will heute aktiv zu dieser Gesellschaft beitragen und sich einbringen. Einige lernen Sie hier mit ihrer Geschichte und ihrem Engagement kennen.

SAWSAN CHEBLI, STAATSSEKRETÄRIN
FÜR BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT & INTERNATIONALES UND INITIATORIN DER KAMPAGNE


DIE KAMPAGNE ZEIGT, WIE VIEL
GEFLÜCHTETE UNS UND UNSEREM
LAND ZURÜCKGEBEN.

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Geflüchtete in Berlin seit 2015

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geflüchtete Kinder in 855 Willkommensklassen

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engagieren sich für Integration deutschlandweit

#FARBENBEKENNEN

DIE KAMPAGNE

 Die Kampagne #FARBENBEKENNEN entstand in Kooperation mit Berlin Partner, be Berlin und der Senatskanzlei Berlin. Die Initiative möchte zur besseren Verständigung zwischen allen Menschen in Berlin beitragen. Die Geflüchteten bekennen sich in der Kampagne zu Deutschland, indem sie sagen, was sie an unserem Land schätzen, was für sie „typisch deutsch“ ist.  Sie erzählen von ihrem besonderen Engagement für die Gesellschaft, zu der sie sich aktiv bekennen.  „Ziel der Kampagne war es“, so Staatssekretärin Sawsan Chebli, „einen Perspektivwechsel herbeizuführen und zu zeigen, dass Geflüchtete eine echte Bereicherung für uns sind.“ Die Kampagne wird von Filmen auf BILD.de und einem Weihnachtsevent begleitet, das alle Berliner auffordert, Farben zu bekennen: zu den Menschen, die zu uns gekommen sind und zum Schutz unserer freien, offenen Gesellschaft.

Der Freiheitsgedanke ist ein wesentliches Anliegen von Berlin Partner. Unter dem Motto #FreiheitBerlin stellt die aktuelle Berlinkampagne das Freiheitsdenken der Berliner in den Mittelpunkt.

#FARBENBEKENNEN

DIE PROTAGONISTEN

„Ich liebe die Demokratie und kämpfe hart für die Freiheit“, sagt Fatuma Musa Afrah (27), die in Somalia geboren ist und 2014 aus Kenia nach Deutschland gekommen ist. Fragt man sie, was sie an den Deutschen besonders schätzt, sagt sie: „Ich kenne kaum ein Volk, das so willens ist, aus der eigenen Geschichte zu lernen.“ Hier habe sie die Chance auf einen Neubeginn erhalten. „Ich möchte nichts geschenkt haben, ich will beitragen“, beschreibt Fatuma ihre Motivation, sich in zahlreichen Projekten in Berlin und Brandenburg zu engagieren. So berät die Menschenrechtsaktivistin Politiker, gibt Workshops und hält Vorträge über Frauenrechte, Integration und Entwicklungsländer. Außerdem baut sie ein Netzwerk auf, das Geflüchtete in den Arbeitsmarkt integriert.

„In Syrien kannte ich keine Zukunft. Hier bin ich frei. Wir werden hier wie Menschen behandelt“, beschreibt die 17jährige Rand ihr Lebensgefühl, seitdem sie 2015 mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern nach Berlin kam. „Ich will zeigen, dass wir nicht nur hergekommen sind, um zu nehmen. Deutschland hat mir die Chance gegeben, in Frieden zu leben. Ich wünsche mir, dass wir Gelegenheit bekommen, unsere Fähigkeiten einzubringen“, sagt Rand, die Abitur machen und studieren will. In ihrer Freizeit singt sie im Berliner Hoffnungschor. Der arabisch-deutsche Chor verbindet  Kulturen über Musik – erst jüngst  beim Festival „Popdeurope“ eindrucksvoll mit der „Ode an die Freude“ in deutscher und  arabischer Sprache.

„In Freiheit leben, seine Meinung ohne Angst äußern, – das kannte ich in Syrien nicht. Hier kenne ich diese Angst nicht. Hier kann ich sein, wer ich bin.“, erzählt Firas (26), der Syrien 2013 verließ, nachdem er dort monatelang im Gefängnis saß. Der Autor, Videoblogger und Filmemacher bringt Deutsche und Geflüchtete zusammen. „Integration heißt Begegnung. Ich versuche, Deutschen unsere Geschichten zu erzählen und Geflüchteten die deutsche Gesellschaft zu erklären.“ Der „Brückenbauer“ will, dass wir mehr miteinander reden, nicht nur übereinander. „Heimat ist für mich nicht mein Geburtsort, sondern dort, wo ich mich gefunden habe, wo ich mich wohlfühle und als Teil einer Gesellschaft empfinde. So geht es mir hier. In Berlin.“

Firas im Interview

Über einen Monat war Sinan (27) zu Fuß unterwegs, als er 2015 aus dem Irak nach Berlin kam. „Meine Meinung durfte ich im Irak nicht offen kundtun“, erinnert sich der Journalist und Künstler. „Hier gibt es diese Freiheit. Hier herrscht  Demokratie – und kein Krieg.“ Als Kulturbegleiter weckt er heute  das kulturelle Interesse anderer Geflüchteter. Als Reporter für das deutsch-arabische Online- und TV-Format „R.Future-TV“ fördert er das offene Gespräch. „Damit wir – Deutsche und Geflüchtete – Zukunft gemeinsam gestalten können.“. Einer seiner Beiträge: „Ich habe mit R.Future-TV Filme gemacht, die sich um Themen wie Respekt, Werte, Religion und Gleichberechtigung drehen und Flüchtlingen helfen sollen, die Regeln hier zu verstehen.“

„Wenn Syrien mein Mutterland ist, dann ist Deutschland mein Vaterland“, sagt Mohammed (25) aus Damaskus, der 2014 über das  Mittelmeer, Italien und Österreich  nach Deutschland flüchtete. Vor seiner Flucht studierte Mohammed  in Kairo Medizin. „Ich will versuchen, deutsche Probleme zu lösen“, beschloss er, als er nach seiner Ankunft in Berlin von der Blutknappheit in deutschen Krankenhäusern erfuhr. Heute animiert er ehrenamtlich Geflüchtete zu Blutspenden. 2018 will er mit seiner Organisation „Bluten für Deutschland“  bundesweit 10.000 Blutspenden sammeln. „Die Solidarität dieser Gesellschaft hat mich fasziniert“, erzählt Mohammed. „Gerade wir jungen Menschen müssen etwas für die deutsche Gesellschaft tun, die so viel für uns getan hat.“

„Wenn ich Leuten von Deutschland erzähle, spreche ich von Freiheit und Frieden, von Gründlichkeit und  Ordnung. Davon, dass es hier Gesetze gibt, an die sich die  Menschen halten“, erzählt Hadi  Albari (23), der 2015 aus Palästina  kam, auf der Suche nach einem  Leben in Freiheit. „Deutsche und Geflüchtete müssen zusammenhalten“, wünscht sich Hadi – und  lässt seinen Worten Teamgeist  folgen. Seit einiger Zeit engagiert er sich in seiner Freizeit als ehrenamtlicher Basketballtrainer für  Berliner Kids und Jugendliche und spielt auch selbst aktiv im Team „One World Basketball“ – eine  Mannschaft aus Deutschen und  Geflüchteten. Außerdem steht Hadi kurz vorm Abschluss seiner  Ausbildung zum Rettungssanitäter.

„Seit 40 Jahren herrscht Krieg in meiner Heimat. Ich habe gehört, dass Deutschland lernwillige, junge Menschen braucht, die arbeiten wollen“, erzählt Abdul Satar (21), der Afghanistan 2014 verließ, um endlich in Freiheit und Sicherheit leben zu können. Fragt man ihn, was er sich heute von Geflüchteten und Deutschen wünscht, antwortet er: „Wir müssen aufeinander zugehen, miteinander reden, tolerant sein, im Team arbeiten, um etwas zu erreichen.“ Den ersten Schritt macht er, indem er andere Angekommene bei Behördengängen und Übersetzungen unterstützt und Freunde zu Sprachkursen motiviert. Mohammadi hat nach seinem Praktikum eine Ausbildung zum Elektrotechniker bei der Deutschen Bahn begonnen.

„Wer hier kein Deutsch spricht, kann sich nicht integrieren. Das spaltet die Gesellschaft“, weiß Rasha  Alkhadra (41), die 2015 mit ihren  drei Töchtern im Alter von 14, 12 und 9 Jahren nach Berlin kam.  Deswegen engagiert sich die Zahnärztin, die in Syrien eine eigene Praxis betrieb, hier für eine gemeinsame Sprache von Deutschen und Geflüchteten. In ihrem Youtube- Kanal erzählt sie Geschichten erfolgreicher Integration und erklärt Geflüchteten den hiesigen Alltag. Außerdem leitet sie Integrations-workshops und ist an dem deutsch- arabischen Podcast Syrmania vom Deutschlandfunk beteiligt. „Ich hoffe sehr, dass Deutschland für mich und meine Kinder Heimat werden kann. Dieses Gefühl der Zugehörigkeit ist enorm wichtig für ein ausgeglichenes Leben“, sagt Rasha.”

Rasha im Interview

#FARBENBEKENNEN

DAS EVENT

Farben bekennen und mitfeiern: am 2.12.2017 im Roten Rathaus

Am 2. Dezember 2017 möchten wir gemeinsam mit den Protagonisten unserer Kampagne und vielen prominenten Gästen Farben bekennen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen! Ab 17 Uhr erwartet Sie im Roten Rathaus Berlin ein Weihnachtsmarkt mit abwechslungsreichem Bühnenprogramm, moderiert von Paul Ronzheimer und Sawsan Chebli. Begegnen Sie zur Musik von Max Prosa und Fetsum den acht Protagonisten unserer Kampagne. Bekennen Sie selbst Farben zu den Menschen, die zu uns gekommen sind – gemeinsam mit vielen anderen prominenten Gästen aus Musik, Film und Sport.

Was ist für Sie typisch deutsch?

Beantworten Sie die Frage und melden Sie sich hier an!

Seien Sie beim großen Weihnachtsevent im Roten Rathaus dabei!  Nennen Sie uns unten einfach Ihren Namen und verraten Sie uns, was für Sie „typisch deutsch“ ist. Die 100 schönsten Antworten gewinnen. Anmeldeschluss ist der 25. November 2017.

Bis zum 2.12. im Roten Rathaus!

Anmeldung


Sollten Sie Probleme mit dem Ausfüllen oder Absenden des Formulars haben, senden Sie uns bitte einfach eine E-Mail mit den oben abgefragten Daten an info@farbenbekennen.de.